
Joshua Groß
Neben sich selbst hergehen. Denken in Avataren
Frankfurter Poetikvorlesung 2026
Mit acht Fotografien von Jenny Schäfer
Herausgeber: Manfred Rothenberger
Gestaltung: Karin Kolb, StudioNearMe, Berlin
120 Seiten mit acht s/w-Fotografien
Fadengebundenes Hardcover; 14 x 21 cm
22,00 Euro
ISBN: 978-3-922895-73-2
Joshua Groß zählt zu den markantesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Er verschränkt Gegenwartsbeobachtung und philosophische Reflexion mit popkulturellen Motiven, wodurch Erzählräume entstehen, in denen das Verhältnis zwischen Realität und Fiktion ins Wanken gerät. Seine Texte sind introspektiv und visionär, sie arbeiten mit absurdem Humor und loten – auch auf der Basis radikaler Selbstbefragung – menschliche und gesellschaftliche Zustände aus.
2026 wurde Joshua Groß damit betraut, die angesehene Frankfurter Poetikvorlesung zu halten – er reiht sich damit ein in eine Phalanx bedeutender Autorinnen und Autoren, die von Ingeborg Bachmann, Hans Magnus Enzensberger und Uwe Johnson über Ernst Jandl und Rainald Goetz bis zu Christian Kracht, Monika Rinck und Clemens J. Setz reicht.
In seiner Poetikvorlesung erzählt Joshua Groß, wie er mit einem gemieteten Quad in die Ostsee sprang. Und von Marine-Offizierinnen, die ihn dabei beobachten. Er erzählt von Alligatoren, die es auf seine Seele abgesehen haben, von seinem Behelfsopa und von Büchern, die ihn prägten. Er berichtet von einem Roadtrip in die Mojave-Wüste, in dem das Verwirrende und Schmerzhafte unserer Gegenwart schillert.
Immer geht es dabei auch darum, wie das Virtuelle und das Psychologische zusammenwirken. Und wie labyrinthisch die digitalen Infrastrukturen sind, in denen sich unser Leben abspielt. Die Ängste, die dabei zum Ausdruck kommen, könnte man biografisch nennen, wenn sie nicht so kollektiv wären.
Eine sentimentale Edukation zum Totlachen. Mit Fotografien der Künstlerin Jenny Schäfer, die zeigen, dass die Welt nicht halb so gut zusammenpasst, wie wir gemeinhin meinen.
»Das ist Literatur.«
Frankfurter Rundschau
»Kunstintelligenz statt Künstlicher Intelligenz.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Tief in unserer digitalen Gegenwart verwurzelt.«
Hessischer Rundfunk
